06Okt

Nein, es geht nicht um irgendwelche Finanzmarkt-Geschichten. Es geht um meinen ersten Arbeitsmontag. Bisher hatte ich ja den Montag immer frei. Heute nicht, weil ich momentan Urlaubsvertretung bin. Eigentlich ist so ein Montag aber nichts schlimmes, weil am Wochenende ja keine Post rein kommt. Eigentlich.

Erstmal begann es recht ungewöhnlich, weil ich mit dem Auto zur Arbeit fuhr. Mein armes Fahrrad ist ja kaputt. Hoffentlich nicht mehr lange. Denn es hieß so umsatteln auf das Firmenfahrrad. Ich mag es ja eh schon nicht, mit fremden Fahrrädern zu fahren. Schon gar nicht längere Strecken. Weil das ist ja auch eine Vertrauenssache. An meinen Fahrrädern kenne ich jede Schraube und habe jene eigenhändig festgezogen. Bei fremden Rädern nicht.
Und dann ist dieses Firmenfahrrad eben alles andere als toll. Eine Gurke ist das. Fährt zwar, aber nicht besonders leicht. Bremst zwar, aber nicht besonders kräftig. Es funktioniert eben, aber nicht besonders gut.
Schutzbleche hat es übrigens auch keine. Anfangs störte mich das wenig. Aber der Regen wurde ja immer stärker und hörte eben auch nicht mehr auf. Puh, es gibt echt angenehmeres.
Jedenfalls gurkte ich dann los. Und kam nicht besonders weit. Nach einer guten halben Stunde flog plötzlich was unter dem Reifen weg. Ich hatte schon Angst das Firmenfahrrad würde sich in seine Bestandteile auflösen. So schlimm war es aber nicht. Nur hörte ich schon ein pffft… pffft… pffft… mit jeder Radumdrehung. Platten. Eine halbe Bierflasche steckte im Reifen, naja, eine Glasscherbe beachtlicher Größe halt. Natürlich hat man kein Werkzeug oder so dabei, man muss ja Post transportieren. Also schob ich das Fahrrad zurück in die Firma, wo schon ein neuer Schlauch bereit lag.
Nun ist das aber so eine Sache mit den Schläuchen am Fahrrad. Besser gesagt, mit den Ventilen. Denn es gibt unterschiedliche. Hauptsächlich die bekannten Autoventile und die schmaleren Sclaverand-Ventile. Und na klar, Firmenfahrrad hat Sclaverand, Ersatzschlauch Autoventil. Dem aufmerksamen Leser fällt jetzt auf, das kann so nicht passen. Das Autoventil ist zu dick. Und es fand sich auch kein anderer Schlauch mit schmalem Ventil. Deswegen mal ein Tipp von mir an dieser Stelle. Es ist immer schlauer, Ersatzschläuche mit Sclaverand-Ventil zu haben. Ob daheim, auf Tour oder in einer Radkurier-Firma. Weil die dünnen Ventile problemlos auch durch große Ventillöcher passen. Umgekehrt funktioniert das nicht.
Okay sagt man sich da, flick ich eben den dummen Schlauch, damit kennt ich mich ja aus. Aber Pustekuchen. Ich weiß nicht warum, aber der Flicken wollte einfach nicht halten. Sowas ist mir noch nie passiert. Gibt doch immer wieder neues im Leben. Leider war es so früh am Morgen, dass alle Fahrradhändler, die ich kannte, noch geschlossen hatten. Aber zum Glück hatte dann doch jemand eine Idee und so lernte ich einen neuen Händler kennen. So neu ist der aber gar nicht, der gehört irgendwie sogar zur Familie. Jedenfalls wechselte ich dann dort endlich den Schlauch und nahm mit fast einer Stunde Verspätung meine Tour wieder auf. Dreckverschmiert noch dazu. Also klar hab ich mir die Hände danach ordentlich gewaschen, logisch. Trotzdem sitzt der Dreck halt in den kleinsten Poren und ich hab jetzt noch Hände wie ein Mechaniker.
Eine Stunde Verspätung heißt also durch den Regen hetzen. Mit dieser dummen Gurke. Freunde werden wir zwei, das Firmenfahrrad und ich, sicher nicht mehr. Trotzdem, nachdem meine Mittagspause sehr, sehr kurz ausgefallen war, war ich fast wieder im Zeitplan.
Dafür entdeckte man nachmittags noch zwei Kisten randvoll mit Post, die man am Morgen übersehen hatte und die noch von mir ausgefahren werden mussten.

So, schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen. Also kann schon, und das ging mir heut auch oft durch den Kopf. Aber ich sprech es lieber nicht aus, damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Aber jetzt geht es eh aufwärts. Es wird wärmer und schöner. Und mein Fahrrad ist hoffentlich auch bald wieder gesund, ich brauch das doch.

06Okt

Die Tour de France 2008 ist zwar schon längst absolviert, bestimmt aber trotzdem noch die Schlagzeilen. Nicht in sportlicher Hinsicht, sondern beim Thema Doping. Und ich will mich ja jetzt nicht als Besserwisser hinstellen… ach doch, klar will ich das. Ich hatte es ja schon vorher gewusst. Hätten mal alle auf mich gehört. Selber schuld.
Jedenfalls wurden meine Vorurteile dem Herrn Stefan Schumacher gegenüber bestätigt. Denn es gibt wohl einen offiziellen Dopingfall Schumacher. Und ich muss ehrlich sagen, ich bin sehr froh, die Erfolge dieses Menschen damals ohne jede Emotion hingenommen zu haben. So muss ich heute nichts bereuen. Sollen solche Typen halt weiter betrügen, irgendwann kommt es halt doch raus. Hoffentlich. Zweiter Dopingfall ist übrigens der Herr Piepoli aus der, zum Glück nicht mehr existenten, Arschloch-Mannschaft.

Nun fragt man sich schon, ob man diese Funde positiv oder negativ beurteilen soll. Ob man nun den Radsport komplett beerdigen soll. Oder doch das positive an der Sache sehen? Fakt ist, dass hier auf ein Medikament getestet wurde, das vorher nicht nachweisbar war. Und die Fahrer hatten zu Beginn der Tour keine Ahnung, dass auch auf diese Verbindung getestet werden würde. Eine sehr ungewöhnliche Sache, wenn man sich den angeblichen Kampf des Dopings in der Vergangenheit mal genauer betrachtet. Und etwas, was momentan nur im Radsport möglich erscheint. Deswegen ist es für mich ziemlich klar, es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt Doper zu überführen, die sich damals allzu sicher waren. Genau diese Konsequenz braucht es, um überhaupt einen Kampf gegen das Doping zu führen. Und nicht diese Alibi-Tests aus vergangenen Zeiten. Ich hoffe man erwischt so noch mehr Betrüger.

05Okt

Es wird mal wieder Zeit für eine neue Umfrage. Aber zuerst ein paar Worte zum Verhältnis meiner Besucher zur Milch. Schon interessant, dass nur ein Besucherlein keine Milch mag. Wird vielleicht mein Bruder gewesen sein. Und bemerkenswert, wie weit verbreitet guter Geschmack unter meinen Besuchern ist. Verblüffend außerdem, dass die meisten Kakaoliebhaber männlich sind. Vermute ich zumindest. Auch erstaunlich, dass so viele Kühe meine Seite besuchen. Obwohl, bei den Bildmotiven hier auch logisch. Allerdings frage ich mich jetzt, ob ich nicht doch Kuhfotograf werden sollte. Modelle sollten sich ja genügend finden lassen. Höhö.

So, neue Umfrage jetze. Ich will mal von euch wissen, welche Kategorie der Einträge, die ich hier so fabriziere, euch am meisten interessiert. Weil es ist ja gut zu wissen, was ihr von eurem Besuch hier erwartet. Ob ihr nur Bilder anschauen wollt oder es euch interessiert, wie es meinen Fahrrädern geht, oder so. Aber überlegt euch die Antwort gut, es könnte direkt Auswirkungen auf den zukünftigen Inhalt dieser Webseite haben. Vielleicht ist mir das aber auch alles schnuppe und ich bin total egoistisch und mach nur das, was mir zusagt.

Damit ihr euch entscheiden könnt, schreib ich jetzt mal für jede Kategorie (”Allgemein” ist jetzt mal außen vor, weil zu allgemein.) ein bissel was. Wie aktuell ein Beitrag in eben jenen Kategorie ausschauen könnte. Toller Service von mir nur für euch. Den ganzen Beitrag lesen »

04Okt

Endlich mal wieder ein Mainstage-Newsletter. Bitteschön. Den ganzen Beitrag lesen »

03Okt

Eigentlich wollte ich ja heute, am Tag der deutschen Einheit, einen Text schreiben. Wie das für mich so war damals. Warum die Einheit keine Einheit werden konnte. Dass eine ganz große Chance vergeben wurde, etwas besseres zu schaffen, statt einem System das andere aufzuzwingen. Wie schade es ist, dass noch heute so viele ein falsches Bild von der anderen Seite haben. Und wie schade es ist, dass oftmals das Interesse fehlt, etwas an dieser Tatsache zu ändern. Und ich wollte versuchen zu erklären, warum ich das heutige Deutschland nicht als mein Heimatland ansehen kann und warum ich mir hier so unwohl fühle. Auch warum der 3. Oktober ein ziemlich blöd gewähltes Datum für so einen Feiertag ist und der 9. November viel besser gewesen wäre. Und so Sachen eben.

Aber ich bin zu fertig vom Arbeiten und mir fehlt die Kraft, etwas zu formulieren. Vielleicht in zwei Jahren, zum 20. Jahrestag.

Außerdem ist es total fies, dass heute schönes Wetter ist, wo ich nicht fahren muss. Die gelbe Sau da oben!

02Okt

Ich habe da noch was gefunden. Und zwar gibt es bei MTB-News.de die Möglichkeit eine Trainingsverwaltung zu führen. Eine Möglichkeit, die ich selbst nutze. Und da wird eben auch die Statistik aller Benutzer aufgeführt, wie links zu sehen ist. Naja, was soll man groß dazu sagen. Mountain Biker sind halt so geil, die schwimmen sogar bergauf.

Eigentlich müsste ich hier jetzt noch was schreiben, aus ästhetischen Gründen. Mir fällt aber nichts ein.

Ich könnte auch das Bild kleiner machen, bin ich aber zu faul zu.

Sieht das halt ein bissel krumm aus.

Egal.

01Okt

Bezugnehmend auf meinen Aufruf zur propagierten Propaganda kann und darf ich euch folgendes Fundstück nicht vorenthalten. Man muss mit der Autorin wohl mal ein ernstes Wörtchen reden.

29Sep

So, Wochenende ist um und der Rennsteig wurde erfolgreich befahren. Dazu später noch genauer Informationen und auch Bilder.

Jedenfalls ist es Tradition, dass man einen Stein vom einen Beginn des Rennsteigs zum anderen transportiert. Ein Ende hat der Rennsteig nicht, ist jedenfalls keines ausgeschildert. Jedenfalls sollte man so ein Steinchen von einem Fluss zum anderen, also in unserem Fall von der Werra zur Saale transportieren, weil das Glück bringen soll. Hab ich natürlich auch gemacht. Hab mir zu Beginn einen Stein ausgesucht. Zuerst war es nur ein normaler Stein für mich. Aber nach und nach wuchs er mir immer mehr ans Herz und wurde zu Steini. Und Steini hat natürlich mit mir zusammen die Tour über den Rennsteig gemacht. Wie man auf den Bildern oben sehen kann.

Zuerst ging es hoch auf den Inselsberg. Stundenlang bergauf, durch den Nebel. Mittags waren wir dann in Oberhof, wo Steini das Biathlon-Stadion bewunderte. Die Nacht verbrachten wir dann in Masserberg. Und auch wenn Steini abends und morgens auf dem Balkon war, er schlief natürlich im Zimmer. Sonntag hatten wir dann perfektes, wunderschönes Wetter. Am Morgen im Wald schien die Sonne ganz weich zwischen den Bäumen hindurch und es lag noch Tau auf den Pflanzen. Das waren wunderbare Momente. Einigen Tieren sind wir auch begegnet. Aber dann kamen wir am anderen Rennsteigbeginn an und ich musste mich von Steini verabschieden. Was nicht so ganz einfach war, am liebsten hätte ich ihn mitgenommen. Aber okay, dann durfte er doch ins Wasser. Vielleicht bringt es ja wirklich Glück, gebrauchen könnte ich es sicherlich. Den ganzen Beitrag lesen »

26Sep

Ich wünsch mir selbst viel Spaß. Denen, die heut beim Coldplay-Konzert sind, wünsch ich auch viel Spaß. Denen, die am Wochenende auch was schönes vorhaben, wünsche ich ebenfalls viel Spaß. Und dem Rest wünsche ich, überraschenderweise, viel Spaß. Tschö.

25Sep

Die ersten Sonnenstrahlen nach drei Tagen Regen waren schon beeindruckend. Und schön. Haben eine Wirkung erzielt. Leider hat es kurze Zeit wieder begonnen zu regnen. Aber jetzt ist Schluss!

Ich müsste eigentlich packen, bin aber viel zu müde. Steh ich wohl dann ohne Klamotten da. Na super.

Gute Nacht.